Ran an die Tasten
Freitag, 13. Februar 2015 um 13:51
Ok. Lasst uns mal was probieren. Nachdem wir den Eindruck haben, dass nicht nur wir von der Berichterstattung der letzten Monate genervt sind - von den Auswirkungen der Gender-Dysphorisierung, die dazu geführt hat, dass wir einen Zeitsprung von einigen Jahren in die Vergangenheit gemacht haben, und transsexuelle Frauen wieder flächendeckend als "biologische Männer" oder "umgewandelt" bezeichnet werden - wir aber wissen, dass es da Leute gibt, die ganz gut Stimmung gemacht haben, um diese Sichtweise flächendeckend anzubringen... könnte eine Lösung des Problems doch so aussehen:

Ihr schreibt!

Nichts ist besser, als zu zeigen, dass da einge sind, die emanzipert sind und so viel Würde besitzen, dass sie bereit sind, sich zu Wort zu melden.

Damit ihr nicht extra suchen müsst:

Übersicht der Nachrichten der letzten Wochen:
1)
https://www.google.de/search?q=geschlechtsumwandlung&;ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=Xu3dVPeeKsfbPKjGgdAH#tbs=qdr:m&q=gntm+geschlechtsumwandlung
2)
https://www.google.de/search?q=geschlechtsumwandlung&;ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=Xu3dVPeeKsfbPKjGgdAH#tbs=qdr:m&tbm=nws&q=geschlechtsumwandlung
3)
https://www.google.de/search?q=geschlechtsumwandlung&;ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=Xu3dVPeeKsfbPKjGgdAH#q=geschlechtsumwandlung&tbs=qdr:m
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Beschwerdemöglichkeit Presse:

https://www.presserat.de/beschwerde/online-beschwerde/
(Pressekodex unter: http://www.presserat.de/pressekodex/pressekodex/)
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Beschwerdemöglichkeiten Privatsender:

Pro7: http://www.mabb.de/kontakt/ansprechpartner.html
RTL: http://www.nlm.de/kontakt.html
RTLII: http://www.lpr-hessen.de/default.asp?m=117
Super RTL: http://www.lfm-nrw.de/lfm/so-finden-sie-uns.html
Sat1: http://www.lmk-online.de/horizontleiste/kontaktformular/ und http://www.tlm.de/tlm/kontakt/
Kabel Eins: http://www.blm.de/de/service/kontakt.cfm
Vox: http://www.lfm-nrw.de/lfm/so-finden-sie-uns.html
sixx: http://www.bremische-landesmedienanstalt.de/metamenu/kontakt.html
Anixe HD: http://www.lfk.de/meta-menu/kontakt.html
DMAX: http://www.mabb.de/kontakt/ansprechpartner.html
joiz: http://www.mabb.de/kontakt/ansprechpartner.html

weitere Sender:
http://www.die-medienanstalten.de/service/datenbanken/tv-senderdatenbank.html
---

Beschwerdemöglichkeiten TV (ARD, ZDF, arte, dritte Programme):

SWR (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz:
http://www.swr.de/unternehmen/gremien/gremiengeschaeftsstelle/-/id=12338976/nid=12338976/did=12369174/cf=42/120rmzv/index.html

BR (Bayerischer Rundfunk):
http://www.br.de/unternehmen/inhalt/rundfunkrat/bayerischer-rundfunk-rundfunkrat-kontakt100.html

SR (Saarland):
http://www.sr-online.de/sronline/der_sr/wir_uber_uns/rundfunkrat/rundfunkrat100~_seite-7.html

HR (Hessen):
http://www.hr-online.de/website/extern/rundfunkrat/index.jsp?rubrik=45282

WDR (NRW):
http://www1.wdr.de/unternehmen/gremien/rundfunkrat/rundfunkrat-kontakt104.html

NDR (Niedersachsen, Hamburg):
http://www.ndr.de/der_ndr/unternehmen/rundfunkrat/Ihre-E-Mail-an-Rundfunkrat,kontakt778.html

Radio Bremen (Bremen):
http://www.radiobremen.de/unternehmen/gremien/rundfunkrat/kontakt138.html

MDR (Mitteldeutschland):
http://www.mdr.de/mdr-rundfunkrat/kontakt/index.html

RBB (Berlin, Brandenburg):
http://www.rbb-online.de/rundfunkrat/kontakt/index.html
---

Wir unterstützen Euch dann gerne, wenn wir spüren, dass die Sache ins Laufen gekommen ist.

So, möge der Versuch gelingen :-)
 
Wir hatten uns da mal über RTl2 beschwert
Dienstag, 10. Februar 2015 um 11:59
Die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien sieht kein Problem darin, wenn transsexuelle Frauen als Lügner über ihr eigenes Geschlecht dargestellt werden.

Gegenstand der Beschwerde war, dass RTL2 in der Sendung „Kay One – Prinzessin gesucht“ Transsexualität so dargestellt hat, als handele es sich bei transsexuellen Frauen generell um Männer und nicht um Frauen. Desweiteren hatten wir uns darüber beschwert dass in der Sendung legitimiert wurde, Frauen, die nicht den körperlichen Normen entsprechen ausgrenzen oder zurückweisen zu dürfen. Hassverbrechen wie beispielsweise der Fall Angie Zapata in den USA, aber auch viele andere dieser Hassverbrechen, werden ähnlich von den Tätern legitimiert: Frauen, die körperlich von Normen abweichen werden von den Tätern als „Mann“ oder „Es“ bezeichnet, wenn sie meinen, eine geschlechtliche Besonerheit entdeckt zu haben. Den Frauen, die Opfer von Gewaltverbrechen werden wird unterstellt, sie hätten den Täter in ihrem Geschlecht belogen, woraufhin die Reaktion ja verständlich – so die Logik der Täter – sei.

In „Kay One – Prinzessin gesucht“ wird dieses Prinzip legitimiert. Sasa, eine transsexuelle Frau, spielt der Dramaturgie der Autoren zufolge die Rolle „der transsexuellen Frau“, die „Kay One“ in ihrem Geschlecht betrügt.

Unsere Beschwerde richtete sich nicht gegen die Behandlung von Sasa. Wir glauben, dass jeder Mensch, der an Billigfernsehen teilnimmt, in der Lage ist, selbst zu beurteilen, ob ihm das gut tut, oder nicht. Kern der Beschwerde war, dass durch die Art und Weise der Darstellung Klischees über transsexuelle Menschen reproduziert werden, die sogar dazu geeignet sind geschlechtliche Gewalt gegen Frauen, die nicht den Körpernormen entsprechen, zu legitimieren.

Die LPR Hessen schloss sich dieser Sicht – wie auch nicht anders zu erwarten – nicht an. Wir wissen, dass die Gewalt gegen transsexuelle Menschen in Deutschland meist nicht sanktioniert wird und ein grosser Teil der Medien den Charakter des „transsexuellen Menschen“ zur Belustigung verwenden.

Beschwerden gegen die verunglimpfende Darstellung transsexueller Frauen, die bereits damit beginnt, ihnen ihr Geschlecht in Abrede zu stellen, wie z.B. die Behauptung transsexuelle Frauen hätten sich vom Mann zur Frau „umoperieren“ lassen (ein Klassiker der Klischeeberichterstattung die uns auch auf öffentlich-rechtlichen Medien immer wieder begegnet), werden von den Zuständigen Gremien regelmässig nicht weiter behandelt mit dem Hinweis, dass man keine Diskrimnierung erkennen könne und alles völlig in Ordnung sei so.

Die mangelnde Sensibilität deutscher Medien gegenüber transsexuellen Menschen kommt nicht von ungefähr: Bis heute wird die klischeehafte Berichterstattung damit legitimiert, dass es ja „Experten“ gibt, die das ganz genauso sehen. Psycho-Sexologen, die sagen, es handele sich bei transsexuellen Frauen um „Männer, die sich wie Frauen fühlen“ und das dann „Gender-Dysphorie“ nennen werden von der Politik hofiert und von angeblichen Betroffenenorganisationen untersützt, denen ein wenig Mitspracherecht versprochen wurde.

Wir sehen eine Änderung der Zustände nur dann für möglich, wenn sich transsexuelle Menschen, insbesondere transsexuelle Frauen emanzipieren, und sich zu Wort melden. Wenn die Medienberichterstattung sich ändern soll haben wir, diejenigen um die es geht, eine Mitverantwortung. Wir sind es, die entweder zulassen, was über uns berichtet wird und wie wir dargestellt werden, oder sich dagegen wehren – oder, was möglicherweise sinnvoller ist, da die Hoffnung, dass sich die Medien in Deutschland von alleine verändern äusserst gering ist - die Mail von Christina Üekermann von der Landesanstalt für Medien in Hessen ist da ja der beste Beweis dafür – selber Medien produzieren müssen, um einen gesellschaftlichen Wandel zu erzeugen, der uns in Zukunft auf die heutige Zeit kopfschüttelnd zurückblicken lassen wird – so wie das heute der Fall ist, wenn wir uns alte Filme ansehen und und fragen müssen, wie Frauen früher dargestellt wurden.

Wir brauchen mehr Rock'n Roll.

Hier der dümmliche Brief der LPR:

Sehr geehrte Frau Schicklang,
 
per E-Mail vom 18.09.2014 hatten Sie sich über die Ausstrahlung der Sendung „Kay One – Prinzessin gesucht“ am 06.10.2014 im Programm von RTL 2 beschwert.
 
In der zweiteiligen Doku-Sendung bekommen 10 junge Frauen die Möglichkeit, den Rapper Kay One kennen zu lernen und „sein Herz zu erobern“. In einer Villa auf Mallorca konkurrieren sie bei romantischen Dates und Wettkämpfen. Unterstützt wird Kay One von zahlreichen Mitarbeitern, darunter Koan Goldpinsel, der kleinwüchsige „Master Two“ und ein Fitnesstrainer. Am Ende darf Kay One sich für eine der Frauen entscheiden. Während der Wettkämpfe kommt es zu Streitigkeiten und emotional geführten Auseinandersetzungen zwischen den Kandidatinnen.
 
Sie kritisieren, dass RTL 2 mit der Ausstrahlung der Sendung transsexuellenfeindliche Hetze betreibe und gegen die in § 13 Hessisches Privatrundfunkgesetz (HPRG) gesetzlich verankerten Programmgrundsätze verstoße. Die Presse hatte bereits zwei Wochen vor der Ausstrahlung der Sendung darüber berichtet, dass unter den Teilnehmerinnen der Sendung die transsexuelle „Sasa“ sei und die Sendung daher den Titel „Prinz sucht Prinz“ tragen müsse. Auch Sänger Bushido spottete über Twitter, dass eine der Teilnehmerinnen keine Frau sei.
Nach einer ersten Prüfung durch die LPR Hessen haben wir die von Ihnen kritisierte Sendung zur abschließenden Bewertung der Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten (KJM) vorgelegt. Diese hat die ausgestrahlte Sendung unter Würdigung aller rundfunkrechtlichen Aspekte geprüft. Im Ergebnis der Prüfung lässt sich allerdings kein Verstoß gegen die rundfunkrechtlichen Bestimmungen feststellen:
Im zweiten Teil verlangt Kay One, dass sich alle Kandidatinnen abschminken, um festzustellen, wie die Teilnehmerinnen ungeschminkt aussehen. Die 23-jährige Sasa weigert sich und erklärt, sie schminke sich sogar nachts zum Schlafen. Kurz darauf outet sich Sasa gegenüber Gessica und erklärt, „…dass da noch was hängt. Überraschungseier für Kay …“.
 
Koan Goldpinsel hat das Gespräch über eine Überwachungskamera mit verfolgt und gibt die Neuigkeit an Kay One weiter. Gemeinsam überlegen sie, was die Aussage von Sasa bedeuten könnte. Kay One vermutet, dass es sich bei Sasa um einen als Frau verkleideten Mann handelt und  reagiert im ersten Moment sehr emotional. Er schubst Koan Goldpinsel von sich weg und fragt immer wieder, ob er das gewusst habe. Zu den Personen im Raum sagt Kay One: „Wollt Ihr mich verarschen, Mann?!“. Später bereut Kay One, dass er Koan Goldpinsel weggestoßen hat und erklärt: „Mir sind so die Sicherungen durchgebrannt. Jetzt stell Dir mal vor, er sagt, das ist ´ne Transe. … Du Penner hast viel öfter mit der geredet als ich.“ Im Interview äußert Sasa: „Früher war ich ein Junge. Jetzt bin ich – ich sag jetzt mal nicht eine Frau – aber ein sehr weibliches, feminines menschliches Wesen, was ich mir schon immer gewünscht habe. Diese Operationen habe ich einfach gemacht, um mein Äußerliches mit meinem Innerlichen zu vereinen. … Das, was ich im Höschen hab, das sieht ja keiner. In dem Teilbereich hab ich immer noch ein männliches Geschlecht. … Ich glaube, wenn der Kay das erfährt. Er wirkt ja so nach außen immer so machohaft und auch ein bisschen aggressiv  und ich weiß nicht, wie er reagieren wird, wenn er das merkt. Also ich hab schon ein bisschen Angst vor seiner Reaktion.“ Später werden wieder die Bilder eingespielt, als Koan Goldpinsel von Kay One attackiert wird. Kay One berichtet im Interview: „Ich hab mich jetzt schon wieder beruhigt. Aber es war für mich jetzt nochmal so krass zu sehen, dass manche Frauen, ähh Männer sich so umoperieren, dass man es nicht merkt. Normalerweise sieht man das an den Händen, an dem Adamsapfel und an der Stimme. Sasa hat weibliche Hände, weibliche Füße. Das ist schon echt krass! Ich war jetzt grad ein bisschen sauer. Ich war auch auf Koan sauer, weil ich dachte, der steckt mit den Leuten irgendwie unter einer Decke. Ich hab mich auch bei ihm dann nochmal entschuldigt.  Es war nicht gut von mir, dass ich ihn geschubst habe. Vom Menschlichen her ändert sich jetzt gegenüber Sasa nichts. Ich find sie immer noch super nett, super freundlich. Aber da wird halt nie was gehen.“. Sasa darf noch für einen Tag bleiben, wird schließlich aber von Kay One nach Hause geschickt.
 
Die vorliegende Sendung wurde nach 20:00 Uhr ausgestrahlt, so dass gemäß § 5 Abs. 3 Nr. 2 i. V. m. Abs. 4 Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) eine Entwicklungsbeeinträchtigung von Kindern und Jugendlichen über 12 Jahren auszuschließen war.
 
Im Hinblick auf die Sequenzen, die sich mit der Transsexualität von Sasa befassen, konnte die KJM keine Entwicklungsbeeinträchtigung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren feststellen. Das Thema Transsexualität wird in einer Weise präsentiert, die auch jüngere Zuschauer ab 12 Jahren nicht überfordert. Auch wenn durch das zunächst heimlich mit versteckter Kamera beobachtete Outing von Sasa gegenüber Gessica das Thema Transsexualität inszeniert wirkt, so ist die sehr emotionale Reaktion von Kay One nachvollziehbar. Zu keinem Zeitpunkt wird Sasa die Transsexualität „vorgeworfen“ oder ihre Menschenwürde abgesprochen. Sasa´s sexuelle Orientierung wird nicht benutzt, um einer einseitigen Propagierung Vorschub zu leisten. Ausgrenzungstendenzen sind daher insbesondere beim jüngeren Publikum nicht zu befürchten.
 
Darüber hinaus ist auch kein Verstoß gegen die in § 13 Hessisches Privatrundfunkgesetz und § 41 Rundfunkstaatsvertrag verankerten Programmgrundsätze festzustellen. Die Sendung diskriminiert weder transsexuelle Menschen noch wirbt sie für eine einseitige Charakterisierung der Geschlechter, die die Wahrnehmung der Zuschauer nachhaltig negativ prägen könnte.
 
In jedem Fall möchte ich Ihnen für Ihren Hinweis danken. Durch Ihre aufmerksame Beobachtung unterstützen Sie die Landesmedienanstalten bei der Wahrnehmung ihrer Aufgabe, ein den medienrechtlichen Bestimmungen entsprechendes Programm zu gewährleisten.
 
Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag
 
Christina Uekermann
___


 
Neues Gesetz zur Namens- und Geschlechtseintragsänderung
Montag, 09. Februar 2015 um 21:26
Wir haben uns Gedanken gemacht, wie das Argentinische Gesetz in Deutschland aussehen könnte. Hier mal ein Entwurf als Diskussionsansporn.



Gesetzesentwurf

Gesetz zur Änderung des Vornamens und des Personenstandes in besonderen Fällen

§1 Recht auf Anerkennung der geschlechtlichen Selbstaussage

(1) Jede Person hat das Recht
  1. auf Anerkennung ihrer geschlechtlichen Selbstaussage als ihr Geschlecht;
  2. auf die freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit im Einklang mit diesem Geschlecht;
  3. auf die Wahl neuer Vornamen, sofern die bei der Geburt eingetragenen Vornamen nicht nach dem allgemeinen Verständnis von Personen dieses Geschlechts geführt werden;
  4. auf die entsprechende Änderung der Geburtsurkunde und des Personenstandsregisters und die Korrektur des Geschlechtseintrags und der Vornamen;
(2) Von der Änderung des Vornamens und des Personenstandes an richten sich die vom Geschlecht abhängigen Rechte und Pflichten des Antragstellers nach dem gemäß Absatz (1) bestimmten Geschlecht.

(3) Als Geschlecht im Sinne des Art. 3 Abs. 2 und 3 GG gilt das Geschlecht gemäß der Selbstaussage einer Person.


§2 Definition

Als geschlechtliche Selbstaussage eines Menschen wird sein inneres, persönliches Wissen um sein Geschlecht begriffen. Dieses kann, muss aber nicht mit dem bei der Geburt eingetragenen Geschlecht übereinstimmen.
Dieses Geschlecht kann auch die Veränderung des Aussehens oder der Funktionen des Körpers durch medizinische Maßnahmen beinhalten, wenn dieses auf freier Entscheidung beruht.


§ 3 – Geltungsbereich.

Jede Person kann die Korrektur des eingetragenen Geschlechts, des Vornamens und den Austausch des jeweiligen persönlichen Abbildes beantragen, falls diese Angaben nicht mit der eigenen Wahrnehmung des Geschlechts übereinstimmen.


§ 4 – Anforderungen.

(1) Einen Antrag auf Änderung des Eintrags in der Geburtsurkunde und im Personenstandsregister, kann jede Person stellen, die 
  1. Deutscher im Sinne des Grundgesetzes ist,
  2. als Staatenloser oder heimatloser Ausländer ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat,
  3. als Asylberechtigter oder ausländischer Flüchtling ihren Wohnsitz im Inland hat oder
  4. als Ausländer, dessen Heimatrecht keine diesem Gesetz vergleichbare Regelung kennt, aa) ein unbefristetes Aufenthaltsrecht besitzt oder bb) eine verlängerbare Aufenthaltserlaubnis besitzt und sich dauerhaft rechtmäßig im Inland aufhält,
  5. Ein Mindestalter von achtzehn (18) Jahren hat, mit Ausnahme der Regelung in § 5 dieses Gesetzes.
(2) In dem Antrag sind die neuen Vornamen und gegebenenfalls das einzutragene Geschlecht, anzugeben.

(3) In keinem Fall ist der Nachweis eines chirurgischen Eingriffes oder von hormonalen Therapien bzw. etwaigen psychologischen oder medizinischen Behandlungen oder Gutachten erforderlich.


§ 5 - Minderjährige Personen.

Im Falle von Personen, die das achtzehnte (18.) Lebensjahr noch nicht erreicht haben, muss das in Artikel 4 dargelegte Antragsstellungsverfahren von den jeweiligen gesetzlichen Vertretern und mit der ausdrücklicher Zustimmung des/der Minderjährigen unter Berücksichtigung der Grundsätze der wachsenden Fähigkeiten und des steigenden Interesses des Kindes im Einklang mit den Bestimmungen über den Schutz der Rechte von Kindern und Jugendlichen erfolgen.
Wird aus irgendeinem Grund das Einverständnis durch eine(n) der gesetzlichen Vertreter/innen des/der Minderjährigen verwehrt oder kann diese nicht erzielt werden, besteht die Möglichkeit, den Rechtsweg vor dem zuständigen Familiengericht zu beschreiten.


§ 6 – Verfahren.

(1) Zuständig für die Änderung des Vornamens und des Geschlechtseintrags ist das für den Antragssteller zuständige Standesamt. Die Länder dürfen die Zuständigkeit an eine andere Behörde übertragen.

(2) Sind die Voraussetzungen gemäß Artikel 4 oder 5 erfüllt, macht die zuständige Behörde die amtliche Mitteilung über die Änderung des Geschlechts und des Vornamens an das zuständige Standesamt, in dem die Geburtsurkunde ausgestellt wurde bzw. in dem die Geburtsurkunde geführt wird, wobei keine rechtlichen oder administrativen Verfahren erforderlich sind. Diese stellt daraufhin eine neue Geburtsurkunde entsprechend den Veränderungen aus. Die Eintragungen im Personenstandsregister sind entsprechend zu ändern.

(3) Jeder Bezug auf dieses Gesetz in der veränderten Geburtsurkunde, im Personenstandsregister und den auf dieser Grundlage ausgestellten Dokumenten ist untersagt.

(4) Das im Rahmen dieses Gesetzes vorgesehene Bearbeitungsverfahren zur Eintragsänderung ist persönlich und erfordert nicht  die Einschaltung eines Vermittlers oder Rechtsanwalts oder sonstiger Dritter.  

(5) Die Änderung erfolgt analog zu §47 PStG.


§ 7 –  Auswirkungen.

(1) Ab der amtlichen Eintragung ist die antragstellende Person mit den geänderten Vornamen und dem geänderten Personenstand zu führen und eine der Eintragung entsprechende Anrede zu verwenden.
 
(2) Die Eintragsänderung beeinträchtigt weder die vor der Eintragung der Änderung bereits vorhandenen persönlichen Rechtsansprüche und -verpflichtungen des Betreffenden, noch solche aus familienrechtlichen Beziehungen. Diese bleiben unverändert, was auch adoptierte Kinder mit einschließt.  


§ 8 – Erneute Änderung

Sobald die Eintragsänderung in Übereinstimmung mit diesem Gesetz vorgenommen wurde, kann sie nur mit richterlicher Zustimmung erneut geändert werden. In solchen Fällen ist die Familiengerichtsbarkeit zuständig.


§ 9 –  Vertraulichkeit.

Ab dem Zeitpunkt der Änderung dürfen die vor der Entscheidung geführten Vornamen und der vorherige Personenstand ohne Zustimmung des Antragstellers nicht offenbart oder ausgeforscht werden, es sei denn, daß besondere Gründe des öffentlichen Interesses dies erfordern oder ein rechtliches Interesse glaubhaft gemacht wird.


§ 10 –  Mitteilungen.

Die Staatsanwaltschaft als Vertreterin des öffentlichen Interesses wird über die Änderungen informiert.


§ 11 –  Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit.

(1) Jede Person über achtzehn (18) Jahre kann in Übereinstimmung mit §1 und zur Gewährleistung der Wahrnehmung einer ganzheitlichen Gesundheit vollständige und teilweise chirurgische Eingriffe bzw. hormonelle Ganzheitsbehandlungen zur Anpassung des Körpers - einschließlich der Genitalien - an ihr Geschlecht im Sinne des §2 ohne Notwendigkeit einer richterlichen oder verwaltungsbehördlichen Genehmigung vornehmen lassen.

(2) Für ganzheitliche hormonelle Behandlungen ist es nicht nötig, die Bereitschaft zu vollständigen oder teilweisen chirurgischen Eingriffen zu erklären.

(3) In beiden Fällen ist allein die Einwilligung des Betreffenden nach erfolgter Aufklärung erforderlich.

(4) Bei Minderjährigen gelten die Grundsätze und Voraussetzungen des §5 für die  Einholung der Einwilligung nach erfolgter Aufklärung.

(5) Die ausführenden Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens, unabhängig davon, ob es sich um staatliche, private oder die des Teilbereichs der Krankenversicherungen handelt, müssen dauerhaft die von diesem Gesetz anerkannten Rechte gewährleisten. Dazu gehört insbesondere, aber nicht abschließend, die Übernahme der Kosten für
  1. eine hormonelle Behandlung;
  2. genitalanpassende Operationen;
  3. Anpassung der Brust an das entsprechende Geschlecht;
  4. Entfernung von geschlechtsuntypischer Körperbehaarung;
  5. chirurgische Maßnahmen zur Anpassung des optischen Eindrucks des Gesichts an das jeweilige Geschlecht;
  6. Hilfsmittel, wie zum Beispiel Perücken;
  7. Psychotherapiesitzungen zur Bewältigung von eventuell im Zusammenhang mit der Änderung auftretenden gesellschaftlichen, sozialen oder familiären Problemen.
  8. Die Notwendigkeit und der Umfang der Maßnahmen wird von den jeweiligen behandelnden Ärzten zusammen mit ihrem Patienten festgelegt.

§ 12 – Würdiger Umgang.

(1) Das von Menschen, insbesondere die von Kindern und Jugendlichen angegebene Geschlecht muss respektiert werden.

(2) Allein auf ihr Bitten ist ihr angegebener Vorname bei Ladungen, Eintragungen, Akten, Anrufen und jedem anderen Vorgang oder Dienstleistung sowohl im öffentlichen wie im privaten Bereich zu verwenden.

(3) Die von der Bundesrepublik Deutschland unterzeichneten Menschenrechtsabkommen, sowie Art. 1, Abs. 1 und 2 GG gelten entsprechend und werden berücksichtigt.



 
Interministerielle Arbeitsgruppe Intersexualität/ Transsexualität
Donnerstag, 05. Februar 2015 um 09:32

Obwohl die Vereinten Nationen mehrfach darauf hingewiesen hatten, dass es ein Paradoxon ist, wenn eine Frau sich als "Mann" bezeichnen lassen soll, die "Frau werden" will, nimmt die Bundesregierung diesen Hinweis nicht ernst. Anstattdessen will eine Arbeitsgruppe "Intersexualität/Transsexualität" als Grundlage für die Arbeit an der Reform von Gesetzen zum Thema auf eine wirklichkeitsverzerrende Studie des Deutsche Jugendinstitutes (DJI) referenzieren, in der Transsexualität überhaupt kein Thema war, sondern als "Trans*"-Identität abgefragt wurde. Spezifische Fragestellungen transsexueller Menschen wurden durch die Studie unsichtbar gemacht. Aus unserer Sicht ist dies keine Grundlage für die Arbeit des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ), passt aber allzugut zu der drohenden Repsychopathologisierung ala "Gender Dysphorie".

Eine Frau mit vermännlichten Körpermerkmalen hat kein "Gender-Identitäts"-Problem, dennoch wird ihr genau das unterstellt. "Gender Dysphorie", ein Begriff, der in den frühen 1970ern eingeführt wurde, wird von Sexologen der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung nun erneut aufgewärmt, um aus transsexuellen Frauen per Definition weiterhin (biologische) "Männer" zu machen, die "als Frau leben" wollen. Diesen Zustand nennen sie "Gender Dysphorie", oder "Trans*"-Identität.

Die Studie des Deutschen Jugeninstitutes unterstrich diesen Definitionshoheitsanspruch.

Ein Beispiel:

In der Einstiegsfrage wurden "Geschlechtsidentitäten" abgefragt. Die Umfrageteilnehmer konnten zwischen "weiblich", "männlich", "weiblich (mit Trans*-Biografie/Trans*-Mädchen/Trans*-Frau)", "männlich (mit Trans*-Biografie/Trans*-Junge/Trans*-Mann)", "genderqueer", "Transgender", weiß ich nicht", "ich möchte mich nicht kategorisieren", "möchte ich nicht sagen", "anderes, und zwar..." wählen.

Diese Einstiegstfrage erfasst transsexuelle Menschen aus zweierlei Gründen nicht: Bei Transsexualität geht es um eine körperliche Variation und nicht etwa um eine "Gender"-Identität, gleichzeitig taucht (aus dieser Sicht folgereichtig), "Transsexualität" als Abfragepunkt gar nicht auf. Bereits hier war erkennbar, dass es sich bei der Umfrage, nicht um eine Umfrage handelt, welche die Situation transsexueller Menschen erfassen will/wollte. Alle weitere Fragepunkte basierten auf dieser Grundüberlegung.

Eine Umfrage, in der die Situation transsexueller Menschen gar nicht abgefragt wurde, kann keine Grundlage für die Arbeit einer Arbeitsgruppe der Bundesregierung sein, die sich mit "Transsexualität" beschäftigt. Sie mag vielleicht geeignet sein, um bestimmte Interessen von Lobbygruppen durchzudrücken, die transsexuelle Menschen bis heute nicht als existent anerkennen wollen.

Wir haben daher folgenden Brief an das BMFSFJ verfasst:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben durch den Deutschen Frauenrat erfahren, dass das BMFSFJ die Ergebnisse einer wirklichkeitsverzerrenden Studie des Deutschen Jugendinstitutes DJI, das unzulässigerweise Transsexualität als "Identität" ("Trans*") subsumiert hat (bereits in der Fragestellung), anstatt als "körperliches Thema" als Grundlage für den Beratungsprozess der interministeriellen Arbeitsgruppe zu "Transseuxalität" heranziehen will.

Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass diese Studie die Lebenssituation transsexueller Menschen überhaupt nicht abgefragt hat. So wurden keine Fragen zu Ausgrenzung auf Grund körperlicher Merkmale gestellt. Auch Fragen zu Körpernormierung und stereotypen Vorstellungen wie Frauenkörper aussehen sollen, blieben aussen vor.

Für eine Betrachtung von Transsexualität ist die Studie aus unserer Sicht ungeeignet. Leider ist es so, dass es Lobbygruppen gibt, welche die Existenz von Frauen, die mit vermännlichten Körpermerkmalen geboren werden ablehnen oder die Deutungshoheit über Körper der Medizin bzw. (in diesem Fall) der Psychologie überlassen. Dies ist insbesondere deswegen relevant, da zur Zeit versucht wird, Transsexualität als "Gender Dysphorie" zu re-psychopathologisieren und Fremdbestimmung über Geschlecht auszuweiten. Der Deutungshoheitsanspruch bestimmter Lobbygruppen, die erkennen lassen, dass es Ihnen gar nicht um "Transsexualität" geht, aber über transsexuelle Menschen entscheiden oder bestimmen wollen, ist ein akutes Problem und Teil der geschlechtlichen Fremdbestimmung der letzten Jahrzehnte.

Es macht aus unserer Sicht keinen Sinn eine Studie, die bereits in der Fragestellung Unsichtbarmachung transsexueller Menschen beinhaltet, als Grundlage für eine Arbeit heranzuziehen.

Wir möchten Sie darum bitten, folgende Studien zu berücksichtigen, welche die Situation transsexueller Menschen erfasst haben:
http://www.lsvd.de/fileadmin/pics/Dokumente/TSG/Studie_NRW.pdf

und:
http://atme-ev.de/images/texte/onlinebefragung_aktionsplan_akzeptanz_2014.pdf

Mit freundlichen Grüssen

 
Ergebnisse der Onlinebefragung der Baden-Württembergischen Landesregierung bestätigen Menschenrechtsbericht von ATME.
Donnerstag, 15. Januar 2015 um 12:49
Wir hatten am 29. Juni 2014 bereits von den ersten Ergebnissen der „Onlinebefragung zur Lebenssituation von LSBTTIQ-Menschen in Baden-Württemberg” berichtet. jetzt hat die Baden-Württembergische Landesregierung ihren ausführlichen Bericht vorgelegt. Die Ergebnisse überraschen wenig.

Wie schon im Bericht aus Nordrhein-Westfalen über die Lebenssituation transsexueller Menschen, bestätigt nun auch der Bericht aus Baden_Württemberg, was schon immer in unseren Menschenrechtsberichten steht: Transsexuelle Menschen werden extrem häufig diskriminiert, haben deshalb oft einen niederen Schulabschluss und ein geringes Einkommen.

Zitate aus den Ergebnissen der Befragung:

„54 % der Teilnehmenden gaben an, aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität negative Reaktionen in den letzten 5 Jahren erfahren zu haben. Der Anteil lag bei TTIQ-Menschen mit 65 % höher als bei LSBQ-Menschen mit 53 %.
[…] Am häufigsten erlebten die betroffenen Teilnehmenden die negativen Reaktionen in der Öffentlichkeit und in der Familie, zudem oft in den Bereichen Freizeit, Arbeit und Ausbildung sowie im Freundeskreis. TTIQ-Menschen erlebten des Weiteren vermehrt negative Reaktionen in den Bereichen Gesundheit und Pflege sowie bei Ämtern und Behörden. […]
Am häufigsten erlebten die Betroffenen Getuschel und Gerüchte am Arbeits- oder Ausbildungsplatz, gefolgt von Witzen und nicht ernst nehmen. Ein Teil der betroffenen transsexuellen, transgender und aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität queeren Menschen erlebte zudem, dass sie nicht im gewünschten Geschlecht angesprochen, ihnen Zugänge zur Toilette ihres neuen Geschlechts verweigert oder sie gezwungen wurden, im früheren Geschlecht weiter zu arbeiten. […] Als Konsequenz aus den negativen Erfahrungen kündigten 19 % der betroffenen LSBTTIQ-Menschen ihre Arbeitsstelle.

[…] Ein Teil der transsexuellen und transgender Menschen berichtete von traumatischen Erlebnissen bei medizinischen Anpassungen, Genitaloperationen, Hormonbehandlungen, Gutachter-, Behörden- und Gerichtsverfahren sowie bei Begleittherapien und Alltagstests.
Nahezu alle intersexuellen Menschen stimmten der Aussage, dass geschlechtszuweisende Genitaloperationen an intersexuellen Kindern in jedem Fall verboten und strafrechtlich verfolgt werden sollten, voll zu.

[…] Am höchsten war der Anteil der Alleinlebenden bei transsexuellen Menschen mit 52 %. Den geringsten Anteil hatten lesbische Frauen mit 20 %. […]
Geringe Einkommen bis 1 300 Euro fanden sich insbesondere bei transsexuellen Menschen mit einem Anteil von 47 % […]
Die Teilnehmenden wurden gefragt, ob sie in den letzten 5 Jahren aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität negative Reaktionen wie zum Beispiel Benachteiligungen, Ablehnungen oder Ausgrenzungen erfahren hatten. [...] Am höchsten waren die Anteile der Menschen mit negativen Erfahrungen in den Gruppen der transgender Menschen mit 69 % und der transsexuellen Menschen mit 63 %

[…] 85 % der TTIQ-Menschen gaben an, nicht ernst genommen oder nicht anerkannt zu worden zu sein. [...]. Am häufigsten erlebten betroffene transsexuelle Menschen zu je 73 % Bloßstellungen und unfreiwillige Outings.
[…] 58 % der Teilnehmenden berichteten von Kontaktvermeidungen und 43 % von Ausgrenzungen und Ausschlüssen. Besonders oft waren transsexuelle und transgender Menschen betroffen.
[…] Deutliche Unterschiede gab es in den Bereichen Ämter und Behörden sowie Gesundheit und Pflege. […] Insbesondere transsexuelle Menschen berichteten zu 57 % von negativen Erlebnissen auf Ämtern und Behörden. Im Bereich Gesundheit und Pflege erfuhren insbesondere transsexuelle und transgender Menschen zu 55 % und 50 % negative Reaktionen.
[…] Auf die Frage, ob Sie innerhalb der letzten 5 Jahre negative Reaktionen aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität erfuhren, antworteten 77 % der Personen, die eine Schule oder Berufs- oder Fachschule besuchten und 57 % der Studierenden mit Ja.

[…] Von Verweigerungen des Kunden- und Klientenkontakts waren transsexuelle Menschen und von Kündigungen transsexuelle und aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität queere Menschen am häufigsten betroffen. Weniger Gehalt sowie sexuelle Belästigungen erlebten insbesondere transsexuelle Menschen und Bedrohungen und Erpressungen transsexuelle und transgender Menschen.
[…] von negativen Reaktionen am Arbeits- oder Ausbildungsplatz [...] berichteten transsexuelle Menschen jeweils am häufigsten.
[…] Weniger als die Hälfte bzw. 49 % der betroffenen Teilnehmenden gab an, dass die Justiz ihren Fall sachlich und kompetent bearbeitete. Demgegenüber gaben nahezu ebenso viele bzw. 45 % der Teilnehmende an, dass dies weniger oder überhaupt nicht der Fall war.”

Den kompletten Bericht aus Baden Württemberg kann man hier herunterladen, zum Vergleich die Studie aus NRW hier und den Menschenrechtsbericht von ATME hier (oder rechts, neben dem Artikel).



 
Das Andalusische Gesetz - Deutsche Übesetzung
Montag, 22. Dezember 2014 um 12:08
Wir ersparen uns jeglichen Kommentar und zitieren im Folgenden aus der Begründung des Gesetzes.
Am Schluss findet sich ein Download-Link mit dem Andalusischen und dem Argentinischen Gesetz (wir schrieben dazu im Dez. 2011 und im Mai 2012.

"UMFASSENDES GESETZ ZUR NICHTDISKRIMINIERUNG AUS GRÜNDEN DER GESCHLECHTSIDENTITÄT UND ANERKENNUNG DER RECHTE VON TRANSSEXUELLEN PERSONEN IN ANDALUSIEN

Gesetz Nr. 2/2014. Beschlossen durch das Plenum des Parlaments am 25. Juni 2014. Parlamentsbericht Nr. 84. Verabschiedet am 8. Juli 2014. INKRAFTTRETEN 19. Juli 2014.

[Inhaltsverzeichnis]

Begründung

Transsexualität ist kein neuzeitliches Phänomen. Sie existiert schon immer und in allen Kulturen der Menschheit.

Die Antworten, die die verschiedenen Gesellschaften auf diese Realität des Menschen gegeben haben, waren über die Zeit hinweg und in den verschiedenen geografischen Zonen unserer Erde sehr unterschiedlich. Bis in unsere Tage hinein sind, neben vielen weiteren, die Traditionen der Muxe in Mexiko, der Fa’afafine in Samoa oder der Hijra in Indien bekannt. Einige Gesellschaften haben in höherem oder geringerem Maße diese Realität akzeptiert und soziale Mechanismen und Gesetze entwickelt, die die Integration transsexueller Personen in der Gesellschaft fördern. Andere haben in unterschiedlichem Maße Ablehnung von und Unterdrückung gegenüber Transsexualität gezeigt, indem sie schwere Menschenrechtsverletzungen gegenüber transsexuellen Personen begangen haben.

Die Definition des Geschlechts eines Menschen geht über die visuelle Beurteilung seiner äußeren Geschlechtsorgane zum Zeitpunkt der Geburt hinaus und ist kein rein biologisches, sondern ein vor allem psychosoziales Konzept – wie der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in den Urteilen der Großen Kammer vom 11. Juli 2002 zu den Fällen Christine Goodwin gegen das Vereinte Königreich und I. gegen das Vereinte Königreich urteilte.
[...]

Hinsichtlich ihrer individuellen Wesensart sind das Verhalten und die Entwicklung aller transsexuellen Menschen Ausdruck ihres Kampfes für die Anerkennung und Akzeptanz ihrer eigenen Identität sowie für ihre soziale Entwicklung innerhalb jenes Geschlechtes, dem sie sich zugehörig fühlen. Die Schwierigkeiten, denen sie in diesem Prozess gegenüberstehen, sind unzählbar und verschiedenster Art, und das dadurch verursachte Leid ist groß. Deshalb ist es wichtig, einen normativen Rahmen zu schaffen, der diesen Prozess erleichtert, indem die schrittweise Anpassung des Menschen und die vollständige Entfaltung seiner menschlichen Potenziale ermöglicht werden.

Die Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD) der Weltgesundheitsorganisation wertete Homosexualität erstmals in der ICD-10 von 1977 als psychische Krankheit, entfernte sie jedoch schließlich 1990 aus der ICD-10, nachdem Studien gezeigt hatten, dass die sexuelle Orientierung keine Krankheit ist. Der Fokus bewegte sich anschließend hin zu den transsexuellen Identitäten, die als neue Klassifikationen psychischer Krankheiten und Verhaltensstörungen eingeführt wurden. Sie wurden in den diagnostischen und statistischen Leitfaden psychischer Störungen DSM-IV-R und in die CIE-10, die von der American Psychiatric Association (APA) bzw. der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstellt wurden, aufgenommen und als „Geschlechtsidentitätsstörung“ oder „Störung der Geschlechtsidentität“ eingestuft. Die medizinische Diagnose der Transsexualität lautet „Geschlechtsdysphorie“.

Allerdings können wir angesichts des neuen internationalen Leitfadens DSM-V und der letzten Berichte und Resolutionen der Vereinten Nationen einen substanziellen Wandel feststellen. Im Juni 2011 hat der Menschenrechtsrat die Resolution 17/19 verabschiedet, die erste Resolution der Vereinten Nationen zu Menschenrechten, sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität. Ihre Verabschiedung öffnete die Tür zum ersten offiziellen Bericht der Vereinten Nationen zu diesem Thema, der vom Amt des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte erarbeitet wurde und den Titel „Diskriminierende Gesetze, Praktiken und Gewalthandlungen gegen Einzelpersonen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität“ trägt, und zum neuesten Bericht „Frei und gleich geboren: Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität in den internationalen Menschrechten“.

Die Zahl der ExpertInnen und ForscherInnen, die eine Depathologisierung der Transsexualität vertreten, steigt, ebenso wie die Yogyakarta-Prinzipien zur Anwendung der Menschenrechte in Bezug auf die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität, die im Prinzip 18, das sich dem Recht auf Schutz vor medizinischer Misshandlung widmet, fordern: „Entgegen anders lautender Beurteilungen sind die sexuelle Orientierung und die geschlechtliche Identität eines Menschen an und für sich keine Erkrankungen und sollen daher nicht behandelt, geheilt oder unterdrückt werden.“
Alle Menschen, die zugleich biologische, soziale und kulturelle Wesen sind, sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren, wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in Artikel 1 erklärt, deren starker Nachhall die spanische Verfassung durchdringt, die in Artikel 10.1 die Würde des Menschen gemeinsam mit seinen unverletzlichen Rechten, die ihr innewohnen, und der freien Entfaltung der Persönlichkeit als „die Grundlagen der politischen Ordnung und des sozialen Friedens“ erfasst. Der EU-Grundrechtecharta zufolge ist die Union gegründet „auf die unteilbaren und universellen Werte der Würde des Menschen, der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität.“, sie erkennt in Artikel 1 die Würde des Menschen als unantastbar an, die es zu achten und zu schützen gilt.

Die Würde der Menschen wird durch ihren subjektiven Charakter gefestigt und fordert sowohl Respekt gegenüber ihrer Sphäre der persönlichen Selbstbestimmung, frei von Eingriffen und Diskriminierungen, als auch die Herstellung der notwendigen Bedingungen für die freie Entwicklung der Persönlichkeit, mit der sie untrennbar als Grundlage der Rechte verknüpft ist. Unter dieser Bedingung ist die Würde des Menschen auch fundamentale Konstante der Handlungen des Verfassungsstaates und der demokratischen Gesellschaft, die von der Staatsgewalt auf allen Ebenen nicht nur eine Haltung des Respekts fordert, sondern auch die positive Haltung, zur Herstellung der notwendigen Bedingungen für ihre tatsächliche Verwirklichung beizutragen.

Dieses und kein anderes ist das klare Fundament, auf dem diese Menschen mit allen Mitteln der Staatsgewalt eine gesetzliche Regelung fordern, die ihnen geschuldet wird. Eine Regelung, die jedem dieser Menschen die Möglichkeit gibt, frei über die Bestimmung des Geschlechts zu entscheiden, mit dem er sich identifiziert, mit allen Konsequenzen, Manifestationen und Auswirkungen, die diese Entscheidung mit sich bringt; nämlich:
  1. Recht auf das Verändern, gegebenenfalls durch verfügbare medizinische Ressourcen, des eigenen Körpers, um ein Erscheinungsbild zu erzielen, das mit dem Geschlecht, mit dem man sich identifiziert, bestmöglich übereinstimmt.
  2. Recht auf das Führen eines persönlichen und sozialen Lebensstils, der ebenso bestmöglich mit dieser Identität übereinstimmt und ihr entspricht.
  3. Recht auf die gleiche Behandlung wie jeder andere Mensch in allen Belangen ohne jegliche Form von Diskriminierung

Dies sind die Gründe, die in den letzten Jahren nach einem langen Prozess des Kampfes für die Rechte der Gruppen von transsexuellen Menschen – ein noch immer andauernder Kampf – zu einer größeren Sensibilität der Gesellschaft und der Rechtsordnung für die Erhörung ihrer Forderungen nach einer Beendigung der jahrhundertelangen Diskriminierung als gesellschaftliche Gruppe geführt haben, indem die zuvor dargelegten Ansätze zur Wahrung der Menschenwürde in den damit identischen Kontext der Gleichheit vor dem Gesetz gestellt wurden.

[...]
Das Autonomiestatut für Andalusien (Estatuto de Autonomía para Andalucía) enthält einerseits in Artikel 14 ein allgemeines Verbot der Diskriminierung, in dem neben anderen verwerflichen Gründen für Diskriminierung die sexuelle Orientierung genannt wird, andererseits formuliert es ein spezifisches subjektives Recht jedes Menschen „auf Respektierung seiner sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität“ und schreibt zugleich eine Verpflichtung des Staates vor, politische Maßnahmen in die Wege zu leiten, um die Ausübung dieses Rechtes zu gewährleisten (Artikel 35). Gleichermaßen nennt Artikel 37.1.2 als Leitprinzip der öffentlichen Politik der Autonomen Gemeinschaft unter anderem den Kampf gegen Sexismus und Homophobie, „insbesondere durch eine Werteerziehung, welche Gleichheit, Toleranz, Freiheit und Solidarität fördert“. Und schließlich verweist Artikel 43.2 des Gesetzes 12/2007 vom 26. November zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter in Andalusien (Ley 12/2007, de 26 de noviembre, para la promoción de la igualdad de género en Andalucía) auf die Pflicht der öffentlichen Politik in Andalusien, politische Maßnahmen zu ergreifen, um notwendige Schritte zur Bekämpfung der Diskriminierung aus Gründen der geschlechtlichen Orientierung und Transsexualität zu fördern, um die individuelle Entscheidungsfreiheit zu garantieren.

Dieses Gesetz setzt für den Bereich unserer Autonomen Gemeinschaft bei der Entschließung des Europäischen Parlaments vom 12. Dezember 2012 zur Lage der Grundrechte in der Europäischen Union (2010–2011) an und konkretisiert diese. Die Entschließung missbilligt in ihrer Allgemeinen Empfehlung 98, „dass Transgenderpersonen in vielen Mitgliedstaaten noch immer als psychisch krank betrachtet werden“, fordert die Mitgliedstaaten auf, „rechtliche Verfahren zur Anerkennung der Geschlechtszugehörigkeit auf der Grundlage des argentinischen Modells einzuführen oder zu überarbeiten und die Voraussetzungen (einschließlich Zwangssterilisation) für die Anerkennung der Geschlechtszugehörigkeit zu überprüfen“, und fordert die Kommission und die Weltgesundheitsorganisation auf, „Störungen der Geschlechtsidentität von der Liste der psychischen und Verhaltensstörungen zu streichen und […] eine nicht pathologisierende Neueinstufung sicherzustellen“.

Damit folgt das Gesetz innerhalb des Kompetenzbereichs der Autonomen Gemeinschaft jener fortschrittlichsten gesetzgeberischen Entwicklung, auf die in der genannten Entschließung hingewiesen wird, nämlich dem Gesetz 26.743 der Argentinischen Republik vom  23. Mai 2012 zur geschlechtlichen Identität (Ley 26.743, de Geschlechtliche Identität, de Argentina, promulgada el 23 de mayo de 2012).

Das Gesetz [...] wird innerhalb eines normativen Paradigmas erlassen, das sich von jenem unterscheidet, dem andere Normen im vergleichenden oder eigenständigen Überblick der Anerkennung dieses Rechts folgen, nämlich seine vollständige „Depathologisierung“, das heißt, es wird die Betrachtung der Transsexualität als Krankheit aufgegeben, für die eine rechtliche Lösung gefunden werden soll, da keine „Heilung“ für sie existiere, und aus diesem Grund wird die Ausübung des Rechts abgelöst von der Notwendigkeit einer vorherigen medizinischen Diagnosestellung [...]
Andalusien war Vorreiter bei der Leistung spezifischer medizinischer Versorgung für Transsexuelle. Dennoch besteht [...] die Notwendigkeit, die medizinische Versorgung an die neuen gesellschaftlichen Erwartungen anzupassen, wobei in jedem Fall die Grundsätze der Sicherheit, Qualität und Barrierefreiheit zu gewährleisten sind. Dies veranlasst uns, die Anwendung von Forschung und wissenschaftlichen Belegen in den klinischen Bereich einfließen zu lassen und die medizinische Versorgung der Menschen zu dezentralisieren, um Anfahrtswege zu reduzieren und eine menschlichere Gestaltung der Versorgung zu gewährleisten.

Um allerdings noch größere Fortschritte zu erzielen, wird das Gesetz innerhalb eines umfassenden Ansatzes umgesetzt, um alle Bedürfnisse von transsexuellen Personen zu erfüllen, indem die einzelnen Elemente ausgearbeitet werden, um sie anschließend in Form von Regelungen, Verfahren und anderen notwendigen Maßnahmen zu entwickeln und zu konkretisieren. Als Maßnahmen sind daher die gesellschaftliche und der Transphobie entgegenwirkende Integration und Eingliederung vorgesehen; die Beratung, Orientierung, Unterstützung und Verteidigung der anerkannten Rechte sowie der Kampf gegen Diskriminierung im sozialen, medizinischen, kulturellen, beruflichen und Bildungsbereich; der spezifische Schutz transsexueller Frauen (doppelte Diskriminierung); Befähigung und Sensibilisierung der Angestellten in öffentlichen Behörden in Andalusien; Förderung des Vereinswesen, Selbsthilfenetzwerke; Vermeidung von Stereotypen und ihrer Verbreitung durch Medien; Förderung der Ausbildung und Forschung in den andalusischen Universitäten hinsichtlich der geschlechtlichen Selbstbestimmung; soziale Teilhabe; Vertrauen und Schutz personenbezogener Daten; Erteilung von kostenlosem Zugang entsprechend der geschlechtlichen Identität zu öffentlichen Diensten ohne Veränderung der Rechten und Pflichten; medizinische Versorgung durch den andalusischen Gesundheitsdienst (Servicio Andaluz de Salud)  mithilfe von Zugriff auf bereitstehende Mittel mit der geschlechtlichen Identität entsprechender Behandlung und informierter Einwilligung; spezifische Ausbildung von klinischem Personal; Erstellung von Begleitindikatoren zu Behandlungen, Therapien, Eingriffen, technischen Indikatoren und anderen; Antidiskriminierungsmaßnahmen zur Antidiskriminierung im beruflichen Bereich und aktive Beschäftigungspolitik; diverse Maßnahmen im Bildungsbereich und Koordinierung mit dem Gesundheitswesen in Bezug auf Minderjährige, die eine geschlechtliche Identität aufweisen, die sich vom bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht unterscheidet; Hilfe und Schutz für Opfer von Verbrechen, insbesondere wenn es sich um durch Hass motivierte Straftaten wegen geschlechtlicher Identität, des Ausdrucks des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung handelt, mit Zugang zu Diensten der Unterstützung und des Schutzes bei geschlechtsspezifischer Gewalt; und weitere.

Minderjährige, benötigen aufgrund ihrer in der Entwicklung befindlichen körperlichen, geistigen und seelischen Reife besonderen Schutz und Fürsorge. Daher genießen Sie einen besonderen Schutz und haben, durch das Gesetz und andere Mittel vorgesehen, Zugang zu Möglichkeiten und Einrichtungen, um sich körperlich, geistig, moralisch, spirituell und sozial auf gesunde und vollständige Weise sowie unter freien und würdigen Bedingungen entwickeln zu können.

Die Befolgung der Bestimmungen der Erklärung der Rechte des Kindes von 1959 in der UN-Kinderrechtskonvention von 1989, der Charta der Grundrechte der Europäischen Union von 1992 und der Charta für Kinder im Krankenhaus von 1986, die allen Kindern dieselben Rechte zusprechen, ist zwingend. Dies schließt das Recht auf Anerkennung ihrer eigenen geschlechtlichen Identität im Prozess der Persönlichkeitsbildung ein.

Artikel 18.1 des Autonomiestatuts für Andalusien bestimmt: „Minderjährige Personen haben das Recht, seitens der öffentlichen Politik von Andalusien notwendigen Schutz und umfassende Versorgung zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit und zu ihrem Wohlergehen im familiären, schulischen und sozialen Bereich zu erhalten, und die gesellschaftlichen Leistungen wahrzunehmen, die ihnen gesetzlich zustehen.“

Das Gesetz 1/1998 vom 20. April über die Rechte und die Versorgung Minderjähriger (Ley 1/1998, de 20 de abril, de los derechos y la atención al menor), das vom andalusischen Parlament verabschiedet wurde, bestimmt in Artikel 9.1, dass „die öffentlichen Behörden Andalusiens die notwendigen Maßnahmen für die vollständige persönliche Entwicklung und soziale und schulische Integration alle Minderjährigen und insbesondere jener, die aufgrund ihrer besonderen körperlichen, psychischen oder sozialen Umstände anfällig für eine diskriminierende Behandlung sind,“ zu ergreifen.

Dieses Gesetz konkretisiert den rechtlichen Schutz, der den überlegenen Rechten von Minderjährigen zuteil wird, um  der Ablehnung durch das schulische, soziale und familiäre Umfeld mit Nachdruck entgegenzutreten. Die Maßnahmen schließen die Hinzuziehung von Rechtsberatung, psychologischer und sozialer Unterstützung sowohl für Minderjährige als auch Angehörige, insbesondere deren Eltern oder Lehrer, ein als auch die ausdrückliche Anerkennung des Rechtes der Minderjährigen, ihre eigene geschlechtliche Identität zu entfalten, auch wenn diese sich vom bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht unterscheidet."





Download: Die Gesetze von Andalusien und Argentinien (Deutsch)



 
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