ATME veröffentlicht Menschenrechtsbericht 2010
Sonntag, 24. Januar 2010 um 21:29

Der neue Menschenrechtsbericht von ATME e.V. zur Situation transsexueller Menschen in Deutschland ist erschienen. Er ist hier als Download oder als Buch bei ATME e.V., Straßenäcker 9, 71634 Ludwigsburg erhältlich.

Nur wenige Menschen würden heute noch auf die Idee kommen zu behaupten, Homosexuelle wären eigentlich heterosexuell und hätten sich nur dazu entschieden homosexuell zu werden. Vier Jahrzehnte nach dem Stonewall-Riot haben es Schwule und Lesben erfolgreich geschafft, klar zu stellen, dass die sexuelle Orientierung eines Menschen nicht veränder- oder sogar heilbar ist.

Trotzdem sieht die Realität bei transsexuellen Menschen heute noch anders aus - ihr Wissen über ihr Geschlecht, das sich durch Aussagen wie "Ich bin ein Mädchen" oder "Ich bin ein Junge" ausdrückt, wird immer noch als psychische Störung betrachtet und als ebensolche der Öffentlichkeit verkauft. Es wird von Geschlechtsumwandlungen erzählt und behauptet, dass z.B. ein transsexuelles Mädchen vom „geschlechtsidentitätsgestörten Jungen“ per Operation (und Änderung von Rollenstereotypen) zum „Mädchen wird“, anstatt ihr eigentliches ursprüngliches Geschlecht anzuerkennen.

Transsexuelle Menschen sind Menschen, die im falschen Körper geboren wurden. Dies wurde bereits durch mehrere wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt. Dennoch gelten transsexuelle Menschen rechtlich und medizinisch nach wie vor in Deutschland als psychisch gestört und sind Opfer von Vorurteilen und religiös-extremistischen Vorstellungen.
Transsexuelle Menschen sind Menschen, die im falschen Körper geboren wurden. Dies äußern transsexuelle Menschen schon seit es sie gibt – warum glaubt man Ihnen so wenig?

1995 konnten Forscher zum ersten Mal nachweisen, dass transsexuelle Frauen (also Frauen in einem Männerkörper) tatsächlich Frauen sind, weil sie ein anatomisch weibliches Gehirn haben. Weitere Hirnforschungen konnten zeigen, dass die Gehirne transsexueller Frauen nicht nur anatomisch weiblich waren, sondern auch wie weibliche Gehirne funktionierten.
Die wissenschaftliche Geschlechterforschung ist sich inzwischen sicher, dass das (Identitäts-)Geschlecht eines Menschen vor der Geburt festgelegt wird und nach der Geburt nicht mehr veränderbar ist. Was auch mit dem Wissen übereinstimmt, dass auch Transsexualität nicht therapierbar ist.

Transsexuelle Menschen werden weltweit auf Grund ihrer körperlichen Andersartigkeit diskriminiert, gedemütigt, erniedrigt, ausgestoßen, usw. Diese Diskriminierung transsexueller Menschen ist somit der wohl weltweit verbreitetste Rassismus unserer Tage.
Zudem geht dieser Rassismus mit einer Art weltweiten „Rassenlehre“ einher, die transsexuellen Menschen Eigenarten und Eigenschaften unterstellt, die sie nicht haben. Diese „Rassenlehre“ wird nicht durch Nationalsozialisten, sondern durch gewissenlose Ärzte und Psychologen weltweit verbreitet. Menschen auf Grund körperlicher Andersartigkeit als minderwertiger, psychisch gestört, nicht-intelligent, etc. zu betrachten, ist Rassismus der übelsten Sorte. Er muss beendet werden. Und dazu wären vor allem die Vereinten Nationen aufgefordert.
"1. Alle Menschen gehören einer einzigen Art an und stammen von gemeinsamen Vorfahren ab. Sie sind gleich an Würde und Rechten geboren und bilden gemeinsam die Menschheit.    
2. Alle Personen und Gruppen haben das Recht, verschieden zu sein, sich als verschieden zu betrachten und als verschieden angesehen zu werden. Die Unterschiedlichkeit der Lebensformen und das Recht auf Verschiedenheit dürfen ... weder rechtlich noch tatsächlich irgendwelche diskriminierende Praktiken rechtfertigen …"
("Erklärung über Rasse und Rassenvorurteile" der UNESCO, Artikel 1)

 
Erstes Asien-Pazifik-Netzwerk transsexueller Frauen gegründet
Mittwoch, 23. Dezember 2009 um 00:28

Am 22. Dezember 2009 kamen in Singapur transsexuelle Frauen aus 10 Asia-Pazifik-Ländern zusammen, um ein neues Netzwerk zu gründen. Es wurde entschieden, dass das neue Netzwerk (Asia-Pacifik-Transgender-Network = APTN), sich nur aus transsexuellen Frauen zusammensetzt und in erster Linie mit die Rechte transsexueller Frauen vertreten wird.

Frau Khartini Slamah, Gründungsmitglied und und Vorsitzende des Transgender-Programms in der Pink Triangle (PT) Stiftung, Malaysia, sagte: "Schon immer wurden transsexuelle Frauen zu den Männer gezählt, die Sex mit Männern haben, aber ... Transsexuelle Frauen sind keine Männer ... Deshalb haben wir ein Netwerk gegründet, das sich ausschließlich den Bedürfnissen transsexueller Frauen widmet."

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Weihnachtswünsche 2009
Montag, 21. Dezember 2009 um 20:27

Nach einer Umfrage, was die beliebtesten Weihnachtsgeschenke der Deutschen sind, stehen Videospielkonsolen, CDs, Kosmetik und Schmuck ganz oben auf der Liste. Da Menschenrechte ja nicht unbedingt beliebt sind, vorallem wenn es um die Rechte transsexueller Menschen geht (in einer Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes von 2009 gaben 71 Prozent der Deutschen bei der Bilanz der Schutzwürdigkeit für transsexuelle Menschen an: Man solle weniger oder sogar gar nichts tun), möchten wir uns nun bei der Mehrheit der deutschen Bevölkerung unbeliebt machen und haben an den Weihnachtsmann folgende zwei Wünsche:

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Keine Kritik an reparativen Therapien am Weltkindertag
Samstag, 21. November 2009 um 17:59

Weltweit werden an Kindern menschenverachtende reparative Therapien (Konversionstherapien) durchgeführt. Auch - und vor allem - an vielen deutschen Universitäten.

Gestern, am Weltkindertag, war keine Rede davon. Wegschauen, das Leid vieler Kind nicht sehen wollen, war das Hauptthema des gestrigen Weltkindertages. Obwohl Homosexualität und Transsexualität offiziell nicht mehr als therapierbar gelten und Umpolungstherapien auch in Deutschland geächtet werden, gibt es sie trotzdem - nämlich dann, wenn es um Kinder geht. Homosexualität und Transsexualität gelten dann als "Geschlechtsidentitätsstörung im Kindesalter" wenn Kinder sich nicht gemäss geschlechtlicher Stereotypen verhalten (z.B. Jungen die mit Puppen spielen). Ziel der reparativen Therapien bei Kindern - die auch in Deutschland durchgeführt werden - ist es, dass z.B. ein Junge sich so verhält, wie sich ein Junge zu verhalten hat und ein Mädchen wie ein Mädchen.

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Über 160 Ermordete im letzten Jahr
Freitag, 20. November 2009 um 11:49

Das Trans Murder Monitoring-Projekt von Transgender Europe zeigt mehr als 160 Morde an Trans-Personen in den letzten 12 Monaten

Am jährlich stattfindenden Transgender Day of Remembrance (Transgender Tag des Erinnerns) müssen dieses Jahr 162 Ermordete mehr betrauert werden. Dies berichtet Transgender Europe als ein Ergebnis ihres Forschungsprojektes „Trans Murder Monitoring"-Projekt.

Eine nicht vollständige Liste der dieses Jahr zu betrauernden Ermordeten findet man hier: http://www.transgenderdor.org/wp-content/uploads/2009/11/people-we-are-memorializing-in-2009.doc

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Transsexuellenrechte - die Verschleierungstaktik der FDP
Freitag, 13. November 2009 um 12:53
Am 13. 11. ging eine Meldung über den Ticker der Zeitungen, der oberflächlich betrachtet so aussieht, als ob jetzt endlich der Durchbruch für transsexuelle Menschen erreicht wäre und sich endlich einer mal des überalteten Transsexuellengesetzes annehmen will, um durch eine Reform endlich menschenrechtskonforme Regelungen für transsexuelle Menschen in Sachen Vornamens- und Personenstandsrecht zu erreichen. Es handelt sich um eine Meldung die z.B. bei rp-online folgende Sätze beinhaltet, die wir gleich kommentieren:
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