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Alles auf Null. Der neue ICD. Der Kampf beginnt von Neuem.

Die WHO hat heute den ICD11 veröffentlicht. Was sollen wir sagen? Im Prinzip bleibt alles wie gehabt. Es wird Spielzeugdiagnosen geben, es wird weiterhin "Gender Identity" zum Krankheitsgegenstand gemacht. Anstatt eine Reform der medizinischen Klassifikationen auf den Weg zu bringen, die den Namen verdient, wird uns nun alter Wein in neuen Schläuchen präsentiert. Wenn wir berücksichtigen, was die Leitlinienkommission, die dann die Anwendbarkeit in Deutschland vorbereitet hat (Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung und co), dann bleibt die Behandlung von "Gender Incongruence" in der Hand von psychiatrischen Fachgesellschaften.

Das traurige ist, dass "Trans*"-Lobbyverbände die Leute in den letzten Jahren an der Nase herum geführt haben und damit eine echte Emanzipationsbewegung behindert wurde.

Wir vermuten, dass spätestens dann, wenn die Leute merken, dass sie betrogen wurden und mehr oder weniger alles bleibt wie es ist - also Zuständigkeiten, Verfahren und Diagnostik - oder sogar schlimmer wird (so sollen ja auch Umpolungen möglich sein, um Menschen mit Transsexualität dazu zu bringen, von medizinischen Massnahmen abzusehen), dann werden wir in die nächste Runde gehen. Aktuell sind wir quasi am Nullpunkt angekommen.

Wünschenswert wäre, wenn in den nächsten 20 Jahren eine echte Emanzipationsbewegung entstehen würde, die sich von Genderdeutung (was ja weiterhin den Kern der sogenannten "Gender Incongruence" darstellt) distanziert und den Lobbyisten, die hier wenig bis gar nichts erreicht haben, den Stinkefinger zeigt.

https://www.dimdi.de/static/de/klassi/icd-11/index.htm


Ausschnitte aus dem Leitlinien-Papier der DGfS (Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung):

"AWMF-S3-Leitlinie Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie und Trans*-Gesundheit: Leitlinie zur Diagnostik, Beratung und Behandlung."

"Als gemeinsamer Nenner liegt den verschiedenen Begriffen die Diskrepanz zwischen Geschlechtsidentität bzw. (empfundenem) Geschlecht bzw. (empfundener) Geschlechtszugehörigkeit und körperlichen Geschlechtsmerkmalen zugrunde"

"Behandelnde mit folgenden Abschlüssen sind die Zielgruppe der Leitlinie. Die Qualifikationen gelten als ausreichend, um Indikationsstellungen leitliniengerecht stellen zu können:
• Psychologische_r Psychotherapeut_in
• Arzt_Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
• Arzt_Ärztin für Neurologie und Psychiatrie / Psychotherapie
• Arzt_Ärztin für Nervenheilkunde
• Arzt_Ärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
• Arzt_Ärztin für Psychotherapeutische Medizin"

"Die erste Säule einer umfassenden Diagnostik ist die ausführliche Anamneseerhebung der psychosexuellen Entwicklung mit Berücksichtigung wichtiger Entwicklungsschritte vor der Pubertät, im Verlauf der Pubertät und in der Zeit nach der Pubertät, der sexuellen Orientierung und bisherigen Beziehungserfahrungen, der Entwicklung der GI bzw. GD über die Lebenszeit, des inneren und eventuell bereits erfolgten äußeren Coming-out sowie der Reaktionen im sozialen Umfeld (Peer Group, Familie) auf das geschlechtsuntypische Verhalten, mit eventuellen Erfahrungen von Diskriminierung und Exklusion."

"Das Verlangen nach körpermodifizierenden Maßnahmen ist lediglich bei zwei der sechs A-Kriterien im DSM-5 für die GD von Bedeutung, kann demzufolge vorhanden sein, muss es aber nicht, um eine GD bzw. GI diagnostizieren zu können."
(Aktueller Stand der Leitlinienentwicklung Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie, April 2017)

 

Identitärer Entwurf eines Gesetzes für ein "weiteres" Geschlecht

So (siehe unten) stellt sich das Heimatministerium vor, das Leben von Menschen mit Transsexualität schwerer zu machen. Das "dritte Geschlecht" als Möglichkeit, Menschen ihr Wissen über ihr Geschlecht zu nehmen und ihnen durch die Blume damit ihr Geschlecht abzuerkennen.

Wie schon angekündigt. Es wird zwischen Menschengruppen ("Trans*" und "Inter*) unterschieden. Menschen sollen ihren Geschlechtseintrag nur mit medizinischer Beschau ändern können. Und es geht nur um die Kategorie "weiteres".

Wir hätten eine Menge daran zu kritisieren. Auch, dass die Trans*- und Inter*-Lobbyverbände keinen guten Job gemacht haben in den letzten Jahren, da sie die medizinische und identitäre Sicht der Dinge ohne Kritik übernommen haben.

Anstatt darüber zu sprechen, dass Menschen ein Wissen über ihr Geschlecht haben, wurde alles wieder schon zur Frage der "Geschlechtsidentität" umgedeutet und die Deutung von Geschlecht anhand körperlicher Merkmale zum Leitbild der Debatte.

Genau dieser Geist findet sich nun in dem Papier wieder.

Was diese Texte des Heimatministeriums auch aussagen: Menschen mit Transsexualität sind nicht das Geschlecht von dem sie wissen, dass sie diesem angehören. Das würde dann in ein staatliches Papier gegossen.

Link zum Referentenentwurf