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Definition
Als transsexuell bezeichnet man Menschen, die ihr rechtliches Geschlecht ändern wollen, weil sie wissen, dass sie diesem nicht angehören, bzw. Menschen deren genitales Geschlecht, auf Grund dessen sie bei der Geburt eingeordnet wurden, nicht ihrem eigentlichen Geschlecht entspricht. Das Wort „Transsexualität“ wird abgeleitet von dem Wort „Transsexualismus“, das Magnus Hirschfeld zum ersten mal 1923 verwendete. Es setzt sich zusammen aus den Wörtern „trans = entgegengesetzt“[1] und „sexualis = geschlechtlich“.
Transsexualität ist angeboren. Dies sehen wir daran, dass Transsexualität in allen Kulturen dieser Erde vorkommt, in jedem Land und auf jeder noch so kleinen Insel. Transsexualität gab es schon immer, schon seit es Menschen gibt. Außerdem kann man transsexuelles Verhalten (wir können es ja nur aus der Beobachterperspektive sagen) auch im Tierreich beobachten. Zusätzlich gibt es sehr viele Forschungen zur Transsexualität, deren Ergebnisse alle zu folgender Aussage passen: Transsexualität ist angeboren. Mehr noch: Das Gehirngeschlecht entspricht nicht dem gonadalen Geschlecht, oder einfacher ausgedrückt: Transsexuelle Frauen zum Beispiel, sind Frauen mit einem weiblichen Gehirn und männlichen Gonaden (= Hoden). Wobei bereits hier klar wird, dass die Begriffe „männlich“ und „weiblich“ hier etwas schwierig zu gebrauchen sind. Wir haben hierzu einen etwas längeren ausführlichen Text geschrieben, den ihr unter Medizinisches - Das wichtigste Geschlechtsorgan findet (oder einfach auf den Link (rot) klicken).
In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts erfanden (vor allem psychoanalytisch orientierte) einflussreiche Psychologen und Psychiater das Wort „Geschlechtsidentitätsstörung (GIS)“. Die Erfindung dieses Begriffes basierte nicht auf wissenschaftlichen Daten, dennoch setzte er sich durch und steht z.B. im DSM-IV, dem Diagnostischen und statistischen Manual der psychischen Störungen (Ausgabe IV). Der Begriff „Transsexualismus“ wurde gestrichen. Man wollte statt dessen nun den Begriff „Geschlechtsidentitätsstörung“ (GIS) verwenden. Sprach das ICD noch von einem „Zwang“ dem „Gegengeschlecht an zu gehören“, so wurde daraus im DSM unter GIS ein „Wunsch“. Transsexualismus wurde 1977 in den ICD (internationale Klassifikation der Krankheiten) und 1980 in den DSM als psychische Störung aufgenommen, obwohl es dafür keinerlei wissenschaftliche Grundlagen gab. Eine transsexuellenfeindliche Ideologie unter Ärzten und Therapeuten reichte damals als Begründung – und reicht bis heute, um Transsexualität als psychische Störung zu klassifizieren. 90 Jahre wissenschaftliche Forschung, angefangen bei Magnus Hirschfeld, werden vorallem von Psychoanalytikern bis heute ignoriert oder umgedeutet, da man mit Transsexualität, mit dem Leid transsexueller Menschen, viel Geld verdienen kann. Ein Psychotherapeut verdient etwa 80 bis 100 Euro die Stunde an einem nicht therapierbaren transsexuellen Menschen, und etwa 500 Euro die Stunde für ein Gutachten. Menschen für psychisch gestört zu erklären, die nicht therapierbar sind und einem deshalb lange treu bleiben scheint sich zu lohnen – noch dazu, wenn man die Psychotherapie zur Voraussetzung erklärt, damit ein transsexueller Mensch irgendwelche medizinischen Leistungen erhält. Eine "Geschlechtsidentitätsstörung" sei, so steht es bis heute im DSM, eine Verhaltensabweichung von der anhand der Genitalien abzulesenden Norm-Geschlechtsrolle. Dieses "genderatypische" Verhalten sei laut Psychoanalyse therapierbar, wenn man nur früh genug eingreife. So macht man leider auch und gerade deswegen nicht vor Kindern halt. Für sie gibt es die Diagnose „Geschlechtsidentitätsstörung (GIS) im Kindes- und Jugendalter“, die dann vergeben wird, wenn ein Kind mit dem "falschen" Spielzeug spielt, oder sich die "falschen" Spielfreunde sucht. Umpolungstherapien, also der Versuch Kinder zur Erfüllung der ursprünglich zugewiesenen Geschlechterrolle zu zwingen, werden von zahlreichen sogenannten "Sexualwissenschaftlern" in Deutschland immer noch propagiert. Hinter der Diagnose „Geschlechtsidentitätsstörung (GIS) im Kindes- und Jugendalter“ steckt die Vorstellung, man könne homosexuelle und transsexuelle Kinder (beide bekommen die Diagnose GIS) heilen[2]. Studien mit Kindern, die eine GIS diagnostiziert bekamen, zeigen, dass die Diagnose GIS kaum etwas mit Transsexualität zu tun hat (nur 5 bis 7% der Kinder wiesen tatsächlich etwas wie „Transsexualität“ auf). Mehrheitlich werden schwule Jungs therapiert (50 bis 70%). Doch, trotz Studien, wird auch dies offiziell in Deutschland geleugnet.
Flyer: transsexuell ...na und?
[1] Dass Magnus Hirschfeld das Wort „trans“ im Sinne von „entgegengesetzt“ verwendete, sorgt bis heute für Verwirrung. So basiert das häufigste Missverständnis der Bedeutung des Wortes „Transsexualismus“ in der „falschen“ (= nicht im Sinne des Schöpfers) Übersetzung des Wortes „trans“. Wir kennen vor allen Wörter, wie Transport, translation (engl.), Transamericana, Transit, etc., wo es meist die Bedeutung „von … nach ...“ hat. Die zweite häufige Fehlübersetzung betrifft das Wort „sexualismus“ mit „Geschlecht“. Doch das lateinische Wort für „Geschlecht“ ist „sex“, nicht „sexualis“. „Sexualis“ ist Neu-Latein und bedeutet „geschlechtlich“. [2] Eine wichtige Rolle spielt hier der Psychoanalytiker Kenneth Zucker. Vergleiche dazu: [3] Zhou, Jiang-Ning, Michel A. Hofman, Louis J. G. Gooren, Dick F. Swaab: "A sex difference in the human brain and its relation to transsexuality". Nature 378, 68 - 70 (02 November 1995); doi:10.1038/378068a0 [4] Zitiert nach: Rudacile, Deborah: The Riddle of Gender. Pantheon, NY, 2005, S. 7. Übersetzung: "Das Problem ist tief in den Zellen deines Körpers zu suchen. Dein sichtbarer nach außen gewendeter Körper hat viele Geschlechtscharakteristiken eines Mannes. Bei der Geburt wurdest du deshalb zu einem Jungen erklärt und du bist so unglücklich in dem männlichen Gewand aufgewachsen. Aber es ist gut möglich, dass du innerlich eine Frau bist. Die chemische Eigenschaft deines Körpers und deine ganzen Körperzellen, eingeschlossen deiner Gehirnzellen, sind wahrscheinlich weiblich." [5] Diamond, M. Intersexuality, http://www.hawaii.edu/PCSS/biblio/articles/2010to2014/2010-intersexuality.html, 8.12.2011. |
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Transsexualität