| In Frankreich ist Transsexualität keine psychische Störung mehr |
| Sonntag, 17. Mai 2009 um 18:44 |
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Transsexualität gilt in Frankreich nicht mehr als psychische Störung. Zum internationalen Tag gegen Homophobie an diesem Sonntag wollte die Gesundheitsministerin Frankreichs, Roselyne Bachelot, „ein starkes Signal“ setzen – und das ist ihr auch gelungen. Folgerichtig gibt es auch einen Aufruf an die WHO, die Weltgesundheitsorganisation, die den ICD herausgibt, transsexuelle Menschen nicht mehr als psychisch gestört zu betrachten. Die letzte Änderung des ICD liegt siebzehn Jahre zurück. Im Frühjahr 2007 wurde mit der Überarbeitung der aktuellen Fassung des ICD begonnen. Das Gesundheitsministerium versicherte übrigens transsexuellen Menschen, dass diese Entscheidung keinen negativen Einfluss auf die medizinischen und psychologischen Maßnahmen habe und diese weiterhin – wie bislang – übernommen werden würden. Bereits 2007 gab es Proteste und Demonstrationen transsexueller Menschen in Frankreich, die forderten, endlich die diskriminierende Diagnose „Geschlechtsidentitätsstörung“ ab zu schaffen. Der Einsatz zeigte Erfolg. Bereits im Dezember 2008 war Frankreich eine der maßgeblichen Nationen, die eine Resolution der Vereinten Nationen gegen Homophobie und Transphobie erreichen wollten. |