ATME veröffentlicht CAT-Bericht
Freitag, 09. September 2011 um 13:25

CAT, steht für "Convention against Torture and Other Cruel, Inhuman or Degrading Treatment or Punishment" und wird in Deutsch verkürzt als "UN-Antifolterabkommen" bezeichnet. Berücksichtigt man, dass nach dem "and" aber noch anderes steht, dann wird klar, was das mit Transsexualität zu tun hat. ATME beschreibt nun in einem neuen NGO-Bericht für die Vereinten Nationen den Missbrauch durch Gutachter im Namen des Transsexuellengesetzes.

Psychiatrische Zwangsgutachten über sich ergehen zu lassen um als der Mensch anerkannt zu werden, der Du sowieso bereits bist, ist eine "andere grausame, unmenschliche und erniedrigende Behandlung". Die Aktion Transsexualität und Menschenrecht e.V, kritisiert erneut, dass die Bundesregierung in Deutschland, immer noch der Ansicht ist, Menschen, die nicht dem Schema geschlechtlicher gesellschaftlicher Klischees entsprechen, weniger Menschenrechte zu gewähren, als anderen Menschen. "Dass die problematische Menschenrechtssituation, die sich aus den Regelungen des sogenannten 'Transsexuellengesetzes' ergibt, immer noch nicht Thema in Berlin zu sein scheint, ist genauso ärgerlich wie das Vertuschen der Missbrauchsfälle, die auf Grund dieses menschenunwürdigen Regelwerks immer wieder vorkommen.", meint Kim Schicklang, 1. Vorsitzende des Vereins. "Es kann nicht sein, dass hier immer wieder so getan wird, als seien dies Einzelfälle und dass die Schuld am Missbrauch den Opfern in die Schuhe geschoben wird."

Der aktuelle 20-seitige Bericht berücksichtigt auch die aktuellen Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichtes zum Thema Transsexuellenrecht und macht deutlich, dass die Bemühungen der Politik, aber auch der Gerichte, die Situation transsexueller Menschen zu verbessern, noch als halbherzig bezeichnet werden können. Noch in diesem Jahr werden die Vereinten Nationen sich mit dem CAT-Abkommen und der Situation in Deutschland beschäftigen.

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Download des CAT-Berichtes in deutscher Sprache