Der Menschenrechtsbericht 2010

Hintergründe zu der Situation transsexueller Menschen in Deutschland in einem Bericht (nicht nur) für die Vereinten Nationen.

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FDP: Kein neues Transsexuellengesetz im Schweinsgalopp
Dienstag, 26. Mai 2009 um 12:09

(Der folgende Text ist eine Original Pressemitteilung der FDP, der wir nur zustimmen können, jedoch bliebe noch zu klären, was es mit den "Fachverbänden" auf sich hat, da es ja - unseres Wissens - nichts in Deutschland gibt, das diesen Namen verdient hätte und sich gleichzeitig für die Rechte von transsexuellen Menschen einsetzt)

Zu den parlamentarischen Beratungen zu dem Transsexuellengesetz-Änderungsgesetz von CDU/CSU und SPD erklärt die innenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Gisela PILTZ:

Nach dem Stillstand der vergangenen Jahre versucht die Koalition nun eine Reform des Transsexuellengesetzes durch die parlamentarischen Gremien zu peitschen. Einigkeit besteht darin, dass diese Reform dringend überfällig ist. Inakzeptabel ist es jedoch, diese Reform kurz vor Ende der Wahlperiode unausgereift und mangelhaft zu verabschieden.

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USA: Forderung nach Abschaffung der Geschlechtsidentitätsstörung
Donnerstag, 21. Mai 2009 um 12:23
Am 18. Mai fand in San Francisco aus Anlass eines Treffens der APA (American Psychiatric Association) eine Demonstration gegen das DSM-V-Team statt, das den Eintrag "Geschlechtsidentitätsstörung" überarbeiten soll. Die unwissenschaftliche Diagnose "Geschlechtsidentitätsstörung" soll endlich aus dem DSM entfernt werden. "Wir bekamen durch Proteste bei der APA Homosexualität aus dem DSM, jetzt ist es Zeit, um mit der Glechtsidentitätsstörung dasselbe zu machen.", sagte Dr. Diane Ehrensaft, Professorin am Wright Institut in Berkeley, Kalifornien.

Das DSM, dessen Neufassung am Montag in der Kritik stand, ist das "Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders" (Diagnostisches und Statistisches Handbuch Psychischer Störungen). Es ist ein Klassifikationssystem der APA, der American Psychiatric Association (Amerikanische Psychiatrische Vereinigung). Das DSM ist weltweit von Bedeutung, da es durch geschickte Vermarktungspolitik weltweit als Diagnosehilfsmittel von Psychotherapeuten genutzt wird. Dabei basiert das DSM nicht auf wissenschaftlichen Grundlagen, sondern auf den Ansichten der Mitglieder der APA, was die meisten Psychotherapeuten nicht wissen.
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In Frankreich ist Transsexualität keine psychische Störung mehr
Sonntag, 17. Mai 2009 um 18:44

Transsexualität gilt in Frankreich nicht mehr als psychische Störung. Zum internationalen Tag gegen Homophobie an diesem Sonntag wollte die Gesundheitsministerin Frankreichs, Roselyne Bachelot, „ein starkes Signal“ setzen – und das ist ihr auch gelungen.  

Dass dieses „starke Signal“ für Menschenrechte der Gesundheitsministerin Frankreichs gerade am 17. Mai, am internationalen Tag gegen Homophobie, gesetzt wurde, hat einen guten Grund. Vor neunzehn Jahren, am 17.5.1990, beschloss die Vollversammlung der WHO, der Weltgesundheitsorganisation, Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. Seit dem wird der 17. Mai als Internationaler Tag gegen Homophobie begangen. Und nun auch – mit guter Berechtigung – als internationaler Tag gegen Transphobie? Obwohl Transsexualismus im ICD, der internationalen Klassifikation der Krankheiten, als psychische Störung geführt wird, wurden die Mitarbeiter des Gesundheitswesens aufgefordert, dies nicht mehr zu beachten. Transsexuelle Menschen sollen nicht mehr meschenrechtswidrig und gegen jede wissenschaftliche Erkenntnis als „psychisch krank“ stigmatisiert werden.

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Transsexualität ist keine psychische Störung!
Sonntag, 17. Mai 2009 um 18:35
Appell an die Vereinten Nationen, die WHO und die Staaten der Welt

300 Organisationen aus 75 Ländern, viele Einzelpersonen, einschließlich 3 Nobelpreisträgern, haben den internationalen Aufruf „Transphobie zurückweisen, Geschlechtsidentität respektieren:
Ein Appell an die Vereinten Nationen, die Weltgesundheitsorganisation und die Staaten der Welt“ bereits unterzeichnet. Zu den bekanntesten Unterzeichnern zählen: Der Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit, Judith Butler, Jacques Delors, der ehemalige Präsident der EG-Kommission, sowie Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek

„Die fundamentalen Menschenrechte von Transmenschen werden in allen Nationen ignoriert oder geleugnet – sei es aus Unkenntnis, Vorurteilen, Furcht oder Hass heraus. Transmenschen sehen sich mit täglicher Diskriminierung auf überwältigender Weise konfrontiert, die zu sozialem Ausschluss, Armut, schlechter Gesundheitsversorgung und geringen Aussichten auf eine ihrer Ausbildung entsprechenden Arbeit führt.“ heißt es in dem Aufruf.
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45% der Deutschen haben kein Verständnis für Transsexuelle
Mittwoch, 22. April 2009 um 23:58

Am 2. April 2009 wurde Band 4 der Schriftenreihe der Antidiskriminierungsstelle, die Sinus-Milieu-Studie "Diskriminierung im Alltag", der Öffentlichkeit vorgestellt, wie leider erst heute ATME erfuhr. Laut dieser Studie lehnen 45% der Deutschen transsexuelle Menschen ab, bzw. äußern kein Verständnis für transsexuelle Menschen zu haben.
Für transsexuelle Menschen sollte garnichts oder weniger getan werden, äußerten 71% der Befragten. Dass transsexuelle Menschen diskriminiert werden, sehen immerhin 18% der Bevölkerung – jedoch sind nur 5% der Auffassung, man müsse mehr für transsexuelle Menschen tun.
Ein trauriges Ergebnis und ein Armutszeugnis für Deutschland.

Zudem ist erschreckend, dass eine Studie der Antidiskriminierungsstelle die Diskriminierung transsexueller Menschen unterstützt und vorantreibt, indem sie in der Studie verbreitet, transsexuelle Menschen wären Menschen, die ihr Geschlecht wechseln wollten oder wechselten. Dies trägt sicherlich nicht in der Bevölkerung zum Verständnis transsexueller Menschen bei. Wenn bereits die Antidiskriminierungsstelle Klischees über transsexuelle Menschen vertritt, dann kann man wohl kaum die Befragten verurteilen, wenn sie dann kein Verständnis für transsexuelle Menschen haben.

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Menschenrechtliche Bedenken an Transsexuellengesetz-Entwurf des Innenministeriums
Montag, 20. April 2009 um 22:28

Am 7. April veröffentlichte das Bundesministerium des Innern einen Entwurf für ein "Gesetz zur Reform des Transsexuellenrechts". Nachdem zahlreiche Betroffenenorganisationen ihren Unmut über den Entwurf äußerten, veröffentlichte nun auch ATME e.V. eine deutliche Kritik am Gesetzesentwurf des Bundesinnenministeriums und äußerte schwere menschenrechtliche Bedenken. Das "Gesetz zur Reform des Transsexuellenrechts" verstoße massiv gegen das Recht auf Gesundheit transsexueller Menschen. Damit verstoße der vom BMI vorgelegte Entwurf gegen das Grundgesetz, den Sozialpakt (CESCR), den Zivilpakt (CCPR), das Frauenrechtsabkommen (CEDAW), gegen das Anti-Folterabkommen (CAT) und nicht zuletzt gegen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

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