Der Menschenrechtsbericht 2010

Hintergründe zu der Situation transsexueller Menschen in Deutschland in einem Bericht (nicht nur) für die Vereinten Nationen.

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Transsexuelle Menschen - Respekt vor biologischen Realitäten in den Medien
Mittwoch, 15. Juli 2009 um 19:05

Folgende Stellungnahme hat ATME e.V. am 15. Juli 2009 an einige deutsche Medien und den Deutschen Presserat geschickt:

Es ist manchmal nicht einfach biologische Tatsachen zu akzeptieren, besonders dann nicht, wenn Menschen aus der Medizin und diejenigen, welche Gesetze formulieren, sich mehr von Ideologien beeinflussen lassen, als von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Trotzdem ist es gerade dann für Medienschaffende wichtig, genauer hinzusehen, Ungereimtheiten aufzudecken und mögliche Missstände aufzudecken, wenn Menschen von Ideologien nicht nur indirekt sondern direkt betroffen sind. Das sollte auch so sein, wenn es um transsexuelle Menschen geht.

Bis heute wird allzugerne ein Geschlechtsbild aufrecht erhalten, dass entgegen allen uns zur Verfügung stehenden Wissens steht und transsexuellen Menschen bis heute nicht nur das Leben schwer macht, sondern durch Ignoranz und Desinteresse am Eigentlichen weiterhin eine Ungleichbehandlung, Diskriminierung und Aberkennung von Menschenrechten ermöglicht.

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DEUTSCHLAND: Aktiv für Transphobie - Polemik
Sonntag, 28. Juni 2009 um 13:36

Akt 1: Deutscher Bundestag, 18. Juni

Am 18. Juni wurde im Bundestag der Gesetzentwurf der großen Koalition angenommen - gegen die Stimmen der GRÜNEN. Im Wesentlichen ging es dabei um die Umsetzung eines Bundesverfassungsgerichtsbeschlusses, der die Zwangsscheidung transsexueller Menschen als grundgesetzwidrig einstufte. Eine wirkliche Änderung oder Abschaffung des Transsexuellengesetzes war von CDU/CSU und SPD eigentlich nie vorgesehen.

Beschlossen wurde somit indirekt auch, dass es transsexuellen Menschen in Deutschland nicht besser gehen solle als bisher und transsexuelle Menschen nicht die gleichen Menschenrechte haben sollen, wie nicht-transsexuelle Menschen. Nur "beschlossen", denn beraten wurde nichts. Keine, der im Bundestag vertretenen Parteien, hatte große Lust sich über so etwas zu unterhalten. Die "Reden" hierzu wurden deshalb nur zu Protokoll gegeben. Was für ein Interesse am Schicksal transsexueller Menschen!

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ATME kritisiert Transphobie in deutschen Printmedien
Dienstag, 16. Juni 2009 um 10:53

Viele Zeitungen berichteten diese Tage über den Sohn der Sängerin Cher. Er hat sich nun als Transmann geoutet und betont, dass er schon immer wusste, dem männlichen Geschlecht zu zugehören. Keine deutsche Zeitung (selbst die deutsche Ärztezeitung nicht) hat es allerdings geschafft, hier aber die Geschlechtsientität des Sohns von Cher zu respektieren - alle haben es hier vorgezogen, lieber von "Geschlechtsumwandlung" zu schreiben, oder dass die Tochter (!) von Cher nun "ein Mann werden" würde.

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ATME reicht Beschwerde über RTL ein
Montag, 08. Juni 2009 um 23:03

RTL brachte - wieder einmal - einen Bericht der von transphoben Äußerungen nur so wimmelte. So wird die Frau, über welche berichtet wird, gleich zu Beginn als ein exzentrischer Mann bezeichnet, der sich gerne wie eine Frau kleidet. Und auch im weiteren Verlauf lässt RTL keine Zweifel an seinen transphoben und transsexuelle Menschen verachtenden Einstellung: Dieser Exzentriker, der gerne eine Frau sein will muss ganz schön verrückt sein. Hier aus dem Originaltext:
„Ein junger Mann, der es liebt, sich wie ein Mädchen zu kleiden. Das ist Dennis. ... Schon im Alter von 5 Jahren war sein Hang zur Exzentrik deutlich erkennbar. Dennis fühlte sich schon immer als kleine Diva ... Die ersten Versuche als Dragqueen machten Dennis viel Spass. ... "
Dass es sich bei der dargestellten Person um eine Frau handelt möchte RTL einfach nicht respektieren und spricht immer von "Dennis", obwohl die Frau "Daisy" heißt.

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Wählt Grün!
Donnerstag, 28. Mai 2009 um 19:53

Etwas völlig Überraschendes ist geschehen: Bündnis 90/Die Grünen legten einen Gesetzentwurf vor, der sich völlig mit den Forderungen von ATME deckt! Was wir nie zu hoffen wagten, vollbrachten die Grünen!

Bündnis 90 /Die Grünen legten einen "Entwurf eines Gesetzes über die Änderung der Vornamen und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit (ÄVFGG)" vor. Und ja, ihr lest richtig: Kein "T"! Es soll weder Transsexuellengesetz, noch Transgendergesetz heißen, sondern nur " Gesetz über die Änderung der Vornamen und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit". Damit wäre dieses Gesetz für alle Menschen offen, die ihren Vornamen oder ihren Geschlechtseintrag ändern lassen wollen - auch für intersexuelle Menschen. Keine demütigende Diagnose "Transsexualität" oder "Geschlechtsidentitätsstörung" mehr. Menschenrechte für transsexuelle Menschen, ohne Einschränkung.

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Keine Änderung des TSGs vor den Bundestagswahlen
Mittwoch, 27. Mai 2009 um 22:45

Die  Fraktionen der CDU/CSU und der SPD haben sich darauf verständigt, keine wesentlichen Änderung am Transsexuellengesetz in dieser Legislaturperiode mehr vor zu nehmen.

Die Fraktionen der CDU/CSU und der SPD wollen das heiße Eisen "Transsexuellengesetz" nun also in dieser Legislaturperiode nicht mehr anfassen. "Die Entscheidung über weitere Änderungen im Transsexuellenrecht bleibt der nächsten Legislaturperiode vorbehalten.", heißt es im Entwurf der Koalition.

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