building responsive website

Vom Unsinn Antirassismus als Rassismus zu verleumden

Offensichtlich haben manche Menschen ihre Schwierigkeiten damit, den Inhalt von Texten zu erfassen. Einer unserer letzten Veröffentlichungen hat sich ziemlich eindeutig und sehr offensiv gegen Rassismen ausgesprochen. Das hindert aber manche, deren Auffassungsgabe nicht ganz ausgebildet zu sein scheint, nicht daran, genau das Gegenteil daraus zu machen. Vielleicht als kleine Antwort darauf: Wir wollten, dass sich diejenigen outen, die Toleranz heucheln und Wörter wichtiger nehmen, als den Inhalt von Worten (zum Unterschied zwischen "Worte" und "Wörter" könnt ihr gerne mal die Suchmaschine Eurer Wahl anwerfen).

Erstaunlich ist, dass diejenigen, die sich nun dazu berufen fühlen als oberflächliche, effektheischende Hypokriten zu offenbaren und selbst offenbar kein Problem mit Kategorisierungen von Menschen haben (was wir als die Grundlage von Rassismus ansehen), dann das t*-Wort verwenden.

Wie schafft ihr das, ihr Kästchendenker?

Nebenbei: Antirassismus als Rassismus zu verleumden, ist in etwa genau so gestrickt, wie die Methode, die dafür angewandt wird, um Transsexualität unsichtbar zu machen. Insofern nichts Neues. Nur ist es schon bemerkenswert, wie tapfer sogar Texte, die absichtlich offensiv formuliert wurden - in Hoffnung darauf, dass Euch, lieben identitären Zeitgenossen ein Licht aufgeht - so gewertet werden, dass damit die übliche Ablehnung gegenüber Menschen, welche ihre antisexistische, antiklassistische und antisexistische Aufgabe darin sehen, identitäre Grenzen einzureissen (weil sie die Ursache jedes Menschenhasses und jeder Menschenverachtung sind), weiter aufrecht erhalten werden kann.

Armseelig.

Edit (Mittwoch, 20:57 Uhr):

Mittlerweile sprechen die Identitären auf Twitter schon von "Weißen" und "den vollkommen Anderen". Ob Sie sich dabei auch selbst beobachten?

Edit (Donnerstag, 09:55 Uhr)

Jemand auf twitter der sich für ganz weltoffen hält, bezeichnet Menschen, die für ihn offenbar nicht "weiß" sind, als "fremde Gruppe". Kann es sein, dass der Relativismus am Ende seiner Logik angekommen ist?

Edit (Montag, 23. Dezember 2019):

Wer den obigen Text verstanden hat, kann etwas sinnvolles tun. Zum Beispiel folgende Petition unterzeichnen. Und wer dann fähig ist, die Mechanismen von Ausgrenzung (der Konstruktion der "Anderen") zu begreifen und diese Mechanismen überwinden will, dem wünschen wir schöne Weihnachtsfeiertage.

Petition N-Wort